6. - 8. 2. 2026

Endlich sind mehr Skitouren möglich

Das Wochenende wird in den Alpen recht freundlich und die Schneelage hat sich für Ski-und Snowboard Touren etwas verbessert. Allerdings ist das Altschneeproblem in vielen Regionen auch wegen neuen Triebschnees weiter problematisch.

Südlich des Alpenhauptkamms ist in den letzten Tagen viel Triebschnee entstanden. Foto JDAV/Pröttel



Schneelage

Am Alpenrand und in den Nordalpen haben sich die Skitourenverhältnisse durch die Schneefälle der letzten Woche bis zum heutigen Donnerstag verbessert. Das gilt vor allem im Allgäu wo z. B. aus dem Ostrachtal am Montag „20 cm Pulver auf gesetztem, gutmütigem Untergrund.“ gemeldet wurde. Auch weiter östlich waren Touren wie der Teufelstättkopf (Ammergebirge) der Schafreiter (Vorkarwendel) oder die Blankenstein Reibn (Mangfallgebirge) endlich möglich. Allerdings müsst ihr im Waldbereich nach wie vor auf Forststraßen abfahren und solltet keine südseitigen Anstiege anvisieren.
Relativ gute Schneeverhältnisse wurden in den letzten Tagen aus den Tuxer Alpen, und richtig gute aus den Kitzbühler Alpen z.B. rund um die Bamberger Hütte gemeldet.
Auch im bislang schneearmen Graubünden ist etwas Neuschnee gefallen, was zur Folge hat, dass Touren wie der Piz Piot (Averstal) möglich sind, aber man sehr gut auf zugschneite Felsen achten muss.
Deutlich mehr Schnee ist in den vergangenen Tagen an der Südseite des Alpenhauptkamms, sowie in den Dolomiten gefallen. Dort ist die Lawinensituation aber problematisch, wie das nächste Thema zeigt.

Lawinenlage

Während für Donnerstag für den Deutschen Alpen eine maximal mäßige Lawinengefahr (Stufe 2) ausgegeben wurde herrscht in den Lechtaler Alpen, im Verwall, in der Silvretta, sowie am schweizerischen, österreichischen und italienischen Alpenhauptkamm oberhalb der Waldgrenze eine erhebliche Lawinengefahr (Stufe 3). In den Dolomiten wurde sogar Lawinenstufe 4 (große Gefahr) ausgegeben.
In den kritischen Gebieten können ausgeprägte Schwachschichten in der Schneedecke weiterhin leicht ausgelöst werden. Zudem sind frische Triebschneeansammlungen sehr leicht auslösbar.
Vorsicht vor allem an steilen West-, Nord- und Osthängen oberhalb der Waldgrenze. Wummgeräusche und Risse beim Betreten der Schneedecke sowie spontane Lawinenabgänge sind Alarmzeichen und weisen auf die Gefahr hin. Die Gefahrenstellen sind teils überschneit und damit schwer zu erkennen.
Auch in den kommenden Tagen wird sich an dem, bereits lange anhaltenden Altschneeproblem wenig ändern.

Wochenendwetter

Am Freitag herrscht in den Ostalpen trübes Bergwetter. Regen und Schneefall konzentrieren sich vor allem auf die Regionen zwischen Rätikon und den Hohen Tauern. Hier ist bis in die Nacht auf Samstag etwas Schneefall möglich. Die Schneefallgrenze liegt bei 1400 m. Sonst bleibt es eher trocken, aber meist bewölkt.
Am Samstag gibt es auch dichte Wolken und östlich des Hochkönigs leichte Niederschläge. Im Westen lockert es hingegen auf und es wird nachmittags recht sonnig bzw. Auf 2000 m liegt die Temperatur bei -1°C.
Der Sonntag wird vor allem im Westen der Ostalpen sonnig. Östlich vom Dachstein vormittags mehr Wolken und schlechtere Sicht, hier kann sich die Sonne auf den Bergen erst ab Mittag langsam durchsetzen.
In den Westalpen setzt die Wetterbesserung schon am Samstag ein.

Fazit

Wenn ihr am kommenden Wochenende Ski- und Snowboardtouren unternehmen möchtet, solltet ihr das am besten in den Nordalpen, bzw. in den Kitzbüheler Alpen tun, wo eine mäßige Lawinengefahr herrscht. Hochgelegene Ausgangspunkte sind dabei bestimmt nicht verkehrt, da es am Freitag bis auf 1100 m leicht regnen kann. Zudem solttet ihr Touren aussuchen, die zunächst über Forststraßen und später auf Wiesenhängen verlaufen. In den Waldbereichen ist die Schneeunterlage - zumindest zum Abfahren - verbreitet noch zu gering.
Südlich des Inns braucht ihr (abgesehen von den Kitzbüheler Alpen) viel Erfahrung in Bezug auf die Lawineneinschätzung. Und ihr müsst dort nach wie vor sehr vorsichtig sein. Denn das anhaltende Altschneeproblem, wird durch den darüber befindlichen Trieb- und Neuschnee bestimmt nicht entschärft!