2. – 4. 1. 2026

Etwas Neuschnee in Sicht

Am Freitag kommen endlich wieder weiße Flocken vom Himmel herunter. Grundlegend verbessern wird sich die Schneesituation dadurch aber leider wohl nicht. Wir wünschen euch allen ein gutes und unfallfreies Bergjahr 2026!



Im Allgäu könnten etwas mehr als 20 cm Neuschnee fallen. (Screenshot 1. 1. 2026 Lawinenwarndienst Tirol)

Schneesituation

Generell sind die Skitourenmöglichkeiten nicht nur in den Nördlichen Kalkalpen stark eingeschränkt. Machbare Skitouren werden zum Beispiel aus der Silvretta gemeldet (Schlappiner Spitze oder Rotbühelspitze vom hochgelegenen Gargellen, bzw. Schneeglocke von der Bieler Höhe.)
Auch am Alpenhauptkamm liegt meist zu wenig Schnee für Skitouren. Gerade so machbar waren in den letzten Tagen laut Foreneinträgen z.B. das Zuckerhütl (Stubaier Alpen) oder der Piz Lucendro (Gotthardmassiv).
Etwas besser schaut es in der Ortler Gruppe und im Unterwallis aus. Die mit Abstand größten Schneemengen liegen derzeit aber in den französisch-italienischen Seealpen, wo rund um Limone Piemonte auf 1350 m ca. 1,5 m Schneehöhe gemeldet werden. Dort soll laut einschlägigen Meldungen auch das Blockgelände sehr gut eingeschneit sein.

Lawinensituation

Am Bayerischen Alpenrand und im Großteil der Nördlichen Kalkalpen wurde für Donnerstag eine geringe Lawinengefahr (Stufe 1) ausgegeben.
In den Berchtesgadener Alpen, am Dachstein, dem Toten Gebirge, dem Österreichischen Alpenhauptkamm, in Südtirol, im Tessin und im Wallis gilt hingegen eine mäßige Lawinengefahr (Stufe 2).
Grund dafür sind störanfällige Triebschneeansammlungen. Diese können vor allem an steilen Schattenhängen oberhalb von rund 2200 m ausgelöst werden. Vorsicht in Kammlagen, Rinnen und Mulden. Anzahl und Größe der Gefahrenstellen nehmen mit der Höhe zu.
Zudem können Lawinen vereinzelt im schwachen Altschnee ausgelöst werden. Solche Gefahrenstellen liegen an extrem steilen Schattenhängen oberhalb von rund 2600 m.
Außer der Verschüttungsgefahr sollte vor allem die Mitreiß- und Absturzgefahr beachtet werden.

Mit Neuschnee und Wind kann die Triebschneegefahr vor allem in den Nordalpen am Freitag ansteigen.

Wochenendwetter

Am Freitag ziehen in den Ostalpen von Norden dichtere Wolken auf. Tagsüber breiten sich die kompakten Wolkenfelder nach Süden aus. Nachmittags setzt am Alpennordrand leichter Schneefall ein, welcher sich abends bis zum Hauptkamm und knapp darüber ausbreitet. Im Norden wird es wieder kälter und der Westwind lebt stürmisch auf.
Am Samstagmorgen klingen letzte Schneeschauer zwischen Silvretta und den Salzburger Bergen rasch ab und es wird verbreitet schon wieder sonnig. Es ist mit -13°C bis -5°C auf 2000 m weiter eiskalt. Der stürmisch böige Westwind verstärkt das Kälteempfinden.
In der Nacht auf Sonntag ist es ganz im Westen und im Südosten dichter bewölkt, hier kann es noch leichten Schneefall geben. Der Tag verläuft dann oft wolkenlos, aber bei langsam abklingendem Wind weiter eiskalt.

Fazit

Der Neuschnee wird die Skitourensituation wohl nicht wesentlich verbessern. Es werden am Alpennordrand maximal 15 cm Neuschnee erwartet. Im Allgäu vielleicht auch etwas mehr.
Da dieser mit starkem Wind fällt, dürfte sich die Lawinengefahr erhöhen. Deswegen müsst ihr am Wochenende unbedingt den aktuellen Lawinenlagebericht berücksichtigen.
Zudem ist bei den möglichen Skitouren die Unfallgefahr durch, vom Neuschnee überdeckte Felsen und Steine zu beachten. Auch sind die Spaltenzonen der Gletscher oft unzureichend eingeschneit.