13. - 15. 2. 2026

Neuschnee in Sicht

Am Alpenrand haben sich die - zwischenzeitlich etwas besseren - Skitouren-Bedingungen wieder verschlechtert. Fürs Wochenende ist dann Schnee bis in tiefen Lagen angesagt ... was zusammen mit Wind die Lawinengefahr aber auch in den deutschen Alpen ansteigen lässt.

Am Sonntag könnte die Sonne herauskommen. Allerdings sind dann nur lawinensichere Touren angesagt. Foto: JDAV/Pröttel


Schneelage

Am bayerischen Alpenrand fielen die gestrigen und heutigen Niederschläge bis etwa 1400 m leider als Regen. Skitouren wie der Schafreiter im Vorkarwendel, die am letzten Wochenende noch möglich waren, dürften in den unteren Teilen wieder aper sein. Am ehesten sind Skitouren in den Allgäuer Alpen mit hohem Ausgangspunkten, wie das Riedberger Horn noch machbar.
Auch in den Nördlichen Kalkalpen und an der Nordseite des Alpenhauptkamms ist nur oberhalb von etwa 1400 m Neuschnee hinzugekommen. Darunter fiel ebenfalls Regen. Am Schweizer Alpennordhang wird bis Donnerstagabend oberhalb von 1400 Metern 10 bis 40 cm Neuschnee erwartet. Und am Samstag ist dann wieder Neuschnee bis in tiefe Lagen prognostiziert.

Lawinenlage

Während in den deutschen Alpen für Donnerstag Lawinenstufe 2 (mäßig) ausgegeben wurde, herrscht in großen Teilen Vorarlbergs, Tirols, Südtirols, des Bundeslandes Salzburgs und der Schweiz mit Lawinenstufe 3 eine erhebliche Lawinengefahr oberhalb der Waldgrenze. Im Wallis wird mit „groß“ sogar die zweithöchste Gefahrenstufe erreicht.
Der Neu- und Triebschnee ist störanfällig und liegt zudem verbreitet auf einer schwachen, aufbauend umgewandelten Schneedecke. Dieses sogenannte Altschneeproblem besteht schon seit einigen Wochen und führt immer wieder zu (auch tödlichen) Lawinenunglücken.
In den Gebieten mit Stufe drei wird sich die Situation nicht wesentlich ändern. Der bayerische Lawinenwarndienst warnt hingegen zum Wochenende hin vor einem Anstieg der Lawinengefahr mit Neuschnee und Sturm.

Wochenendwetter

In der Nacht auf Freitag breiten sich an der Nordseite der Ostalpen Schneefälle aus. Die Schneefallgrenze sinkt unter 1000 m. Am Freitag kommt es unter Zwischenhocheinfluss zu einer Wetterberuhigung mit sonnigen Abschnitten, vor allem auf der Alpensüdseite. Der starke bis stürmische Wind aus Westen wird deutlich schwächer.
Am Samstag greift Niederschlag auf die Alpennordseite über, dabei kühlt es ab. Im Lauf des Tages entwickelt sich kräftiger Nordwind mit Nordföhn, gegen Abend werden die Niederschläge im Süden schwächer. Während des Tages fallen in den Ostalpen bis 5 cm Schnee bis in Tallagen. Zwischen Zillertaler Hauptkamm und den Hohen Tauern sind 15 cm möglich. Die Nullgradgrenze liegt zwischen 1100 und 1900 m.
In der Nacht auf Sonntag kommt es vor allem im Nordstau noch zu Schneefällen. Bis in der Früh fallen an der Alpennordseite 10 bis 15 cm Neuschnee. Am Sonntag setzt sich bis Mittag wieder sonniges Wetter durch. Es wird deutlich kälter, aber der Wind lässt nach.
In den Westalpen ist der Wetterablauf vergleichbar.


Fazit

Vom Wetter her wird der Sonntag der beste Tag. Bei winterlichen Temperaturen und abflauenden Wind dürfte sich dann auch einmal die Sonne zeigen
Je nachdem wie viel Schnee am Samstag fällt, könnten Skitouren von hochgelegenen Ausgangspunkten auch am Alpennordrand möglich sein, wenn sie zu Beginn über Forststraßen verlaufen. Oberhalb der Waldgrenze ist aber große Vorsicht geboten! Wenn ihr dort unterwegs seid, müsst ihr wirklich sehr erfahren sein, was die Routenplanung und Einschätzung der Lawinengefahr angeht. Der aktuellste Lawinenlagebericht ist dafür die Grundlage.